
Nachhaltigkeit · Kreislaufwärme
Rechenleistung, die zweimal genutzt wird
Jedes Rechenzentrum wandelt Strom fast vollständig in Wärme um. In Bardufoss lassen wir diese Wärme nicht ungenutzt an die arktische Luft entweichen, sondern führen sie in benachbarte Gewächshäuser — als Grundlage für regionale Lebensmittelproduktion nördlich des Polarkreises.
Energie
100 % norwegische Wasserkraft
Kühlung
Nahezu ganzjährige Freikühlung
Abwärme
Gewächshausbeheizung vor Ort
Betrieb
Eidetic AS, Bardufoss (Troms)
Abwärme als Rohstoff, nicht als Abfall
Der Wärmestrom aus den Rack-Reihen ist konstant, planbar und ganzjährig verfügbar — genau das, was ein Gewächshaus in einem Klima mit langen, kalten Wintern braucht. Statt Wärme über Kältetechnik abzuführen, wird sie an einen Wärmeträgerkreis übergeben und in die Gewächshäuser transportiert.
1 — Wärmeaufnahme im Rechenraum
Die Abwärme der Server wird über eingehauste Warmgänge und Wärmetauscher gebündelt erfasst, bevor sie sich mit der Raumluft vermischt. Das hält das Temperaturniveau hoch genug für eine sinnvolle Weiterverwendung.
2 — Übergabe an den Wärmekreis
Ein geschlossener Wasserkreislauf nimmt die Wärme auf. Wo das Temperaturniveau für die Gewächshäuser angehoben werden muss, kommen Wärmepumpen zum Einsatz, die selbst mit Wasserkraftstrom laufen.
3 — Verteilung in die Gewächshäuser
Gedämmte Leitungen führen die Wärme zu den Gewächshäusern in unmittelbarer Nähe des Standorts. Kurze Wege bedeuten geringe Verteilverluste.
4 — Nutzung im Anbau
In den Häusern wird die Wärme über Bodenregister und Luftheizregister an die Kulturen abgegeben und über die Klimasteuerung des Betriebs geregelt — abgestimmt auf Kultur, Jahreszeit und Aussentemperatur.
Was das für die Region bedeutet
Nördlich des Polarkreises ist Wärme der teuerste Faktor im geschützten Anbau. Wird sie aus Abwärme gedeckt, verschiebt sich die Wirtschaftlichkeit: Anbauflächen können länger und über mehr Monate im Jahr betrieben werden, ohne dass dafür zusätzliche Energie beschafft werden muss.
- Verlängerte Anbausaison in einem Klima mit kurzer natürlicher Vegetationsperiode
- Regionale Produktion von Gemüse und Jungpflanzen statt langer Transportketten
- Ersatz konventioneller Heizquellen im Gartenbaubetrieb
- Planbare Wärmelieferung, weil die Rechenlast ganzjährig anfällt
- Wertschöpfung und Arbeitsplätze am Standort statt reiner Flächennutzung


Die Kette davor: Wasserkraft und arktisches Klima
Die Abwärmenutzung ist der letzte Schritt einer Kette, die schon beim Strombezug beginnt. Der Standort läuft mit erneuerbarer Energie aus norwegischer Wasserkraft, dokumentiert über Herkunftsnachweise. Das arktische Klima erlaubt nahezu ganzjährige Freikühlung, sodass für die Kühlung selbst kaum zusätzliche Energie aufgewendet werden muss.
- 100 % erneuerbarer Strombezug aus norwegischer Wasserkraft
- Sehr niedrige CO₂-Intensität pro Kilowattstunde gegenüber dem europäischen Mix
- Freikühlung mit Aussenluft statt mechanischer Kälteerzeugung
- Kein Wasserverbrauch für Verdunstungskühlung im Regelbetrieb
Wie wir darüber berichten
Wir machen Angaben zur Umweltleistung nur dort, wo sie gemessen und belegt werden können. Energieverbrauch, Herkunftsnachweise und die ausgekoppelte Wärmemenge fliessen in das Reporting ein, das unsere Kunden für ihre eigene Nachhaltigkeitsberichterstattung verwenden können.
Messbare Kennzahlen statt allgemeiner Nachhaltigkeitsversprechen
Keine Kompensationsrechnungen anstelle tatsächlicher Reduktion
Langlebigkeit und Wiederverwendung von Hardware vor Neubeschaffung
Zusammenarbeit mit lokalen Partnern, Betrieben und Arbeitskräften
Wärmenutzung oder Kapazität besprechen
Ob als Kundin mit Nachhaltigkeitsanforderungen oder als regionaler Partner mit Wärmebedarf — schreiben Sie uns, wir prüfen die Möglichkeiten am Standort.